Beginning (Begegnung 1)

Das warme Wetter forderte seinen Tribut. Sie verstand es sich dieses zunutze zu machen. Ihr Kleid war sehr luftig, umschmeichelte ihre Figur, ließ mehr erahnen als es zeigte, was ihm sehr entgegenkam, und war extrem ausgeschnitten. Er schaute ihr mit festem Blick in die jetzt lächelnden Augen, während sie die ersten Sätze nach der Begrüßung wechselten. Seine höfliche Ansprache schien ihr ausgezeichnet zu gefallen. Betont langsam ließ er seinen Blick über ihr Gesicht kreisen, blickte dann erneut in ihre Augen, sich ihres Blickes vergewissernd, so dass sie sehen mußte was sie sehen sollte. Seine Augen deuteten ein Lächeln an, nachdem sein Blick von dem Blick in ihren Ausschnitt zurückgekert war und sich wieder an ihre Augen heftete.
Sein Blick hatte ihr gefallen und sie war sich bewußt, dass er diesen Blick nicht verstecken wollte. Markantes Gesicht, dachte sie, während sie sich fragte, ob er in klassischen Sinne als schön zu bezeichnen war.
purple - 13. Jun, 15:59

Ein Hasardeur? Ein Abenteurer? Ein Glücksspieler? Ein leichtsinniger, verantwortungsloser Waghals? Nein, verantwortungslos wohl nicht, wie man an dem Bild erkennen kann.

Ein Hasardeur..... sehr interessant. Ich bin gespannt.

hasardeur - 13. Jun, 17:30

Was ist gegen einen Abenteurer, einen Glücksspieler und einen Waghals einzuwenden ?
Abenteuer - ja. Glückspiel - ist Teil jeden Lebens. Waghals - manchmal muss 'Mensch' etwas wagen wenn er erleben statt sich leben lassen will.
Die Bezeichnungen 'verantwortungslos' und 'leichtsinnig' sind wohl eher von Neidern gewählt.

Abhängig vom Betrachtungswinkel kann für den Einen oder die Eine etwas interessant und spannend sein, was für Andere leichtsinnig und verantwortungslos erscheint.
purple - 13. Jun, 23:38

erleben statt sich leben lassen

Sie sehen mich beeindruckt. Leichtsinnig zu sein muss übrigens nicht immer negativ behaftet sein. Leichte Sinne vermögen zu beflügeln. Die Verantwortung jedoch bleibt, zumindest sich selbst gegenüber. Aber Sie scheinen sich dessen ja bewusst zu sein, sonst würden Sie keine Kondome mit sich tragen.
hasardeur - 14. Jun, 09:24

Die Leichtigkeit der Sinne darf nie unerträglich werden, selbst wenn sie zu beflügeln vermag, so ist es doch die Tiefsinnigkeit, die uns letztlich abheben lässt, die Tiefe der Sinnesempfindungen, sich abwechselnd mit der Leichtigkeit.
Jedes selbstständige Handeln zieht eine Verantwortung mit sich und wenn es nur die Verantwortung ist, dieselbe in vertrauenswürdige Hände - zeitweise - abzugeben.
purple - 14. Jun, 12:32

Ich hege gewisse Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Ihrer Hände, dennoch faszinieren Sie mich, beflügeln meine Sinne und haben mich neugierig gemacht.
hasardeur - 14. Jun, 12:55

Wer sprach von meinen Händen ? Soll ich das als Einladung auffassen ? Wollen Sie möglicherweise Schritte provozieren, von denen nicht klar ist, ob sie Ihnen obliegen ?

Neugier ist auch eine Gier.
purple - 14. Jun, 13:36

Provozieren wollte ich durchaus. Alles andere liegt in Ihren, mir nach wie vor zweifelhaft vertrauenswürdig erscheinenden Händen.

Neugier könnte zu Gier führen.
hasardeur - 14. Jun, 16:40

Alles Andere sehen Sie in meinen Händen, oder legen es gar dorthinhein ? Das Zweifelhafte scheint einen unzweifelhaften Reiz auszuüben.

Die Neugier als neue Gier, als Gier nach Neuem, nach Unbekanntem.

Es mag waghalsig erscheinen, was spannend und interessant (genannt) werden kann.
purple - 14. Jun, 19:12

Ich lege es in Ihre Hände, ob Sie Provokationen als solche erkennen (wollen) und wie Sie damit umgehen (werden).

Auch wenn in dem Wort "Neugier" die Gier zu stecken scheint, so führt das Nachgeben nicht unbedingt zu Befriedigung, sondern, und das nicht selten, geradewegs zu wahrer Gier.

Waghalsig oder spannend und interessant? Was ist denn Ihre Meinung hierzu?
hasardeur - 16. Jun, 16:14

Es wird Ihnen gar nichts anderes bleiben, als meinen Umgang in meinen Händen zu sehen; dorthin legen hingegen können Sie ihn nicht, da er sich bereits dort befindet.

Der Weg vom (wollen), Ihres scheint längst entfacht, zum (werden) ist längst beschritten.

Die Unnachgiebigkeit entfacht die Gier.
Waghalsig und spannend und interessant.
Je größer die Gier desto stärker und tiefer die Befriedigung.
purple - 16. Jun, 16:51

Es gäbe da durchaus etwas, das ich in Ihre Hände legen möchte, und das sich dort sicherlich noch nicht befunden hat.

Manchmal fahre ich, nur so zum Vergnügen, nicht den direkten Weg, um nach Hause zu kommen, sondern irre durch die Stadt, folge der Straße wie sie verläuft, lasse mich treiben. Je weiter ich fahre, desto schwerer fällt mir die Umkehr. Es kam sogar schon vor, dass ich die Nacht in einer anderen Stadt verbrachte.
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