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Donnerstag, 15. Februar 2007

Überraschend 2

Er spürte, während der Fahrt, dass sie ihn von der Seite beobachtete. Kurz schaute er zu ihr hinüber. Er nahm die Andeutung eines Lächelns um ihren Mund wahr und auch ihre Augen lachten.
Dunkle Wolken näherten sich, scheinbar mit der Absicht das für die Jahreszeit ungewöhnlich schöne und warme Wetter zu vertreiben.
Nachdem er angehalten hatte, griff er, wie zufällig ihre Brustwarzen streifend, an ihr vorbei zur Fensterkurbel an der Beifahrertür. Ihr Körper zuckte fast erschreckt auf. Ihren fast erwartungsvollen Blick sah er nicht. Er drehte das Seitenfenster herunter, an der Fahrerseite auch, stieg aus und machte sich hinten am Verdeck zu schaffen. Sie war latent erregt, durch die Situation und seine überraschende Berührung gerade, und sie fragte sich, ob die Berührung wirklich Zufall war, er muss das doch bemerkt haben.
Jetzt stand er an der Beifahrerseite, das halb zugezogene Verdeck in der linken Hand, beugte sich über sie, sie schaute nach oben, heftete seinen Blick in den Ihren. Er sah, dass ihre Lippen bebten. Er konnte ihr ungewöhnliches Parfum riechen. Jetzt berührte er mit dem Zeigefinger Ihren Hals, strich ganz langsam durch das Tal zwischen Ihren Brüsten abwärts, während sich sein Gesicht immer weiter näherte. In dem Moment, in dem er mit seinem Finger ihre Scham erreicht, berühren sich ihre Lippen. Ein Laut entfährt ihren Lippen. Ein leidenschaftlicher Kuss entwickelt sich. Er riecht gut, geht es ihr durch den Kopf. Ihre Münder scheinen sich verschlingen zu wollen. Seine Hand presst nun fest auf Ihre Scham. Fast scheint es als würde sie bald kommen. Plötzlich bricht er den Kuss ab, entzieht seine Hand und streift mit ihr über ihre harten Brustwarzen. "Ist Ihnen kalt? Ich schliesse das Verdeck." Er zieht es weiter zu, rastet den Hebel ein, an beiden Seiten, steigt wieder ein und fährt sofort los.
Nach anfänglicher Enttäuschung über das plötzliche Ende dieser sehr erregenden Situation, beginnt sie das anhaltende Gefühl ihrer Erregung zu geniessen.
Nun beginnt eine kurvenreiche Strecke. Es ist nicht viel Verkehr an diesem Vormittag. Es gefällt ihr, in dem Sitz hin und her gedrückt zu werden. Immer wieder schaut sie ihn von der Seite an. Er handelte so selbstverständlich.
Nach einer Weile, sie müssen schon recht hoch gekommen sein, biegt er ab, fährt einen schmalen Weg entlang, an einem Parkplatz vorbei und hält an.
"Kommen Sie, ich zeige Ihnen was." Er griff nach hinten, holte eine kleine Ledertasche hervor und sie stiegen aus. Durch einen schmalen Trampelpfad, den die ausflugshungrigen Wochenendurlauber durch die Vegetation getrampelt hatten, folgte sie ihm. Er hatte ihre Hand genommen um sie zu führen.
Nach kurzer Zeit öffnete sich der Weg und sie erreichten einen Aussichtspunkt, von einer alten Bruchsteinmauer eingefasst. Ein erhabener Blick über das ganze Tal erschloss sich ihnen. Er führte sie bis an die Mauer. "Schauen sie hinunter" Sie beugte sich vor und erschrak angesichts des steil abfallenden Felsens. In aller Ruhe öffnete er seine Ledertasche, entnahm ihr zwei Gläser und ein Picollo Champagner. Er verteilte den Inhalt auf die beiden Gläser und reicht ihr Eines. "Auf die schönen Frauen dieser Welt, insbesondere auf Sie". Sie stossen an und trinken.
"Schauen Sie, dort drüben, ..." erklärte er. Doch sie hörte nicht hin, sie genoss die Berührung seine Arme, die Nähe seines Gesichtes bei den Erklärungen und den Klang seiner Stimme. Er genoss die Berührungen und ihren Anblick, denn er zeigte zwar in die Ferne, betrachtete aber ihr Gesicht. Nach einer Weile nahm er ihr das Glas ab, stellte beide Gläser auf die Mauer und trat hinter sie. Ihre Taille umfassend legte er seine Hände auf ihren Bauch und zog sie an sich. Sein Gesicht lag seitlich an ihrem Kopf. Er atmete ihren Geruch ein. Immer mehr lehnte sie sich an ihn; beide schwiegen und genossen scheinbar die Aussicht. Als seine Hände auf ihrem Bauch begannen sich zu bewegen, schloss sie die Augen. Sie beschrieben kleine Kreise, gegenläufig und bewegten sich dann auseinander. Sanft streichelte er sie, ihre Hüften, ihre Beine, ihre Flanken, minutenlang. Längst hatte sich ihr Atem beschleunigt, längst erwartete, ja ersehnte sie seine Berührungen. Dann, ganz sanft und zärtlich schloss sich seine Hand um ihre Brust, während, genauso zärtlich, die andere sich auf ihren Hügel legte. Wieder verging die Zeit scheinbar unbemerkt. Jetzt reizte er die keck sich hervordrängende Spitze ihrer Brust und die andere Hand öffnete den Knopf ihrer Hose und zog den Reißverschluß herab. Ihr beschleunigter Atem kam nun immer wieder keuchend. Plötzlich spürte sie, wie seine Hand unter ihre Hose, in den Slip fuhr und sich ein Finger auf ihre längst feuchte Spalte legte. Er führte sanfte und stetige Bewegungen aus, mal kreiste er, mal glitt er auf und ab, während er gleichzeitig ihren Nacken reizte. Erst jetzt wurde ihr bewußt, dass sie dem Druck seines Knies nachgebend, ihre Beine etwas gespreizt hatte. Ihr Keuchen wurde immer lauter, obwohl er nur sanfte und langsame, aber stetige Bewegungen ausführte. Ihre Erregung steigerte sich immer weiter. Die keuchenden Laute gingen in lautes Stöhnen über. Gerade öffnete sie die Augen, war von dem Panoramablick überrascht, weil sie vergessen hatte wo sie war, als er den Druck seiner Hand verstärkte und ein Höhepunkt ihr mehrere laute Schreie entlockte. Sie war von der Plötzlichkeit selbst überrascht. Schnell schloss er den Reißverschluß ihrer Hose, machte den Knopf wieder zu und drehte sie zu sich um.
Er blickte ihr kurz in die weit geöffneten Augen und dann trafen sich ihre Lippen zu einem verschlingenden Kuss.
Genauso plötzlich wie vorhin hörte er auf, reichte ihr das Glas und beide tranken aus. Im Gehen, er hatte ihre Hand ergriffen, wie vorhin, sagte er mit einem Grinsen im Gesicht "Scherben bringen Glück" und warf die Gläser rückwärte über die Mauer, in die Tiefe, ohne sich umzusehen.

"Los, wir müssen weiter. Wir haben noch ein ordentliches Stück Weg vor uns." Indem er das sagte, zog er sie, auf wackeligen Beinen, hinter sich her zum Auto.

Dienstag, 23. Januar 2007

Überraschend

Überraschend fand sie am Morgen seine Nachricht. "Hole Sie morgen um zehn Uhr ab. Packen Sie Ihre Sachen, für einige Tage, den Temperaturen und auch feierlichen Anlässen angemessen. H."

Sie war platt. Nach so langer Zeit, nach so vielen Gedanken an ihn jetzt diese Nachricht. Sie hatte ihn sogar vermisst, sie gab es ungern zu aber sich selbst konnte sie schlecht belügen.
Sie rechnete, wie lange war es her? Es mochte wohl jetzt 3 Monate her sein als sie zum letzten Mal von ihm hörte.

Was hatte Sie sich alles überlegt, sogar an einen Unfall hatte sie gedacht, das ihm etwas zugestossen sei - sonst hätte er sich doch bestimmt gemeldet. Alle anderen Mutmassungen waren für sie selbst weniger schmeichelhaft.

Sollte sie, wollte sie sich auf sein Spiel, auf ihn einlassen? Sie hatte schon oft darüber gegrübelt. Auch wenn ihre zweifelnden Gedanken zeitweise die Oberhand gewannen, so wußte sie doch, dass sie da sein würde.

Ihr Koffer war gepackt.

Tatsächlich, kurz nach der genannten Zeit, gerade genug um ihre zweifelnden Gedanken wieder aufkommen zu lassen, fuhr er vor. Sie lächelte, angesichts des offenen Verdecks und seine Sturmhaube auf dem Kopf.

Freitag, 3. November 2006

Erwachen

.. Sie versuchte die Augen zu öffnen. Dunkelheit, Nichts, vollkommene Schwärze. Bewegen, ja bewege Dich, sagt sie zu sich selbst, in der Überlegung wieder wegdämmern. Traum oder Wirklichkeit? Dieser unbestimmte Zustand in welchem man nicht weiß ob man träumt oder wacht, ist ihr Gedanke bevor sie wieder schläft.

Gleißendes Licht umfängt sie als sie die Augen öffnet. Vage erinnert sie sich. Sie erinnert sich daran wach gewesen zu sein, in völliger Dunkelheit, an ihre Überlegungen zu Traum und Wirklichkeit.

Langsam nur, ganz langsam wird sie wach und fragt sich wo sie ist. Ihre Augen müssen sich an das helle Licht gewöhnen. Sie versucht sich zu erinnern, Bilder abzurufen. Es gibt keine Bilder, zumindest keine in herkömmlichen Sinne.
Wie war sie hierher gekommen. Hatte sie eine Verabredung gestern abend? Plötzlich ist ein Körpergefühl da, das Gefühl eines dünnen Seidentuchs, welches sanft über Ihren scheinbar nackten Körper gezogen wird. Ein Kribbeln durchfährt sie. Wieder sucht sie Bilder. Wieder wird ihr klar das es keine Bilder gibt. Das Kribbeln in ihrem KÖrper breitet sich aus, aus der Erinnerung transferiert in die Gegenwart.

Ihr Körper meldet die Empfindungen als "Jetzt-Gefühl". Längst hat sie die Augen wieder geschlossen, will die gefühlten Erinnerungen nacherleben. Immer wieder sucht sie Bilder, optische Bilder. Immer wieder stellt sie fest das es keine gibt in ihrer Erinnerung.

Jetzt erinnert sie Berührungen. Sanfte unendlich leichte Berührungen, kurze kalte, kurze heiße und ganz leicht schmerzende Berührungen, abwechselnd. Dann wieder das sanft gezogene Seidentuch. Ihr Atem geht schneller, unbewußt. Ihre Beine habe sich leicht gespreizt.

Plötzlich ein neues Gefühl. Sie keucht auf. Das Gefühl ihrer sanft aber bestimmt geteilten Lippen, genau in dem Moment in dem das feuchte Fleisch geteilt wird. Das Gefühl hält an, als wäre dieser Moment der ersten Berührung unendlich lang. Plötzlich wechselt es wieder mit anderen Empfindungen. Ihr Keuchen wird lauter ..





Viel später, immer noch verwirrt, schaut sie sich in dem Raum um, sucht nach Spuren welche die bilderlosen Erinnerungen bestätigt.

Traum oder Wirklichkeit, sie weiß es nicht.

..

Sonntag, 17. September 2006

Review (Begegnung 2)

Es ist ein paar Tage her, das sie ihn traf. Sie hatte ihn schon mehrmals gesehen, da war sie sich sicher. Trotzdem sie immer wieder in den tiefen ihrer Erinnerung suchte, jedesmal wenn sie sein Bild vor ihrem inneren Auge entstehen ließ, fiel ihr nicht ein woher sie ihn kennen könnte. Manchmal gar fragte sie sich ob sie ihn wirklich vorher schon einmal getroffen hatte; noch vor ein paar Tagen hätte sie es beschworen.
Er bemühte sich dem Zufall nachzuhelfen. Die Begnung hatte bei ihm einen tiefen Eindruck hinterlassen. Er überlegte was es war. Was hatte ihn beeindruckt. Bestimmt war es nicht der kurze Blick in ihren Ausschnitt, auch wenn es prickelnd war damit zu spielen, dass er genau wußte wie sie seinem Blick gefolgt war. Nein, das war es nicht. Es lag etwas in ihrem Blick. Ihre ganze Gestik sprach ihn an. Nein. Oder doch. Diese Mischung aus allen und das, was er in ihren Augen gesehen hatte: Es gefiel ihr, das Spiel.

Er überraschte sich bei den häufigen Gedanken an sie....

Sie fragte sich tatsächlich ob es Zufall war das sie sich ein paar Tage nach der Begnung, die so plötzlich unterbrochen worden war, wieder trafen....

Mittwoch, 26. Juli 2006

Schau-Spiel (2)

Auch wenn die Wortwahl nicht immer die meine ist so habe ich mich doch entschieden den Beitrag von Frau Purple, hier zu finden in den Kommentaren, mit Dank und freundlicher Genehmigung, hier als zweiten Teil erscheinen zu lassen.


purple:
...
Sie spürt ihn dicht hinter sich, ohne dass er sie tatsächlich berührt. Sie nimmt denselben frischen, herben Geruch wahr, den bereits die Einladung verströmte. Ihr Blick fixiert, als wäre sie von dem Schauspiel zutiefst beeindruckt, die hellerleuchtete Bühne, doch nichts sieht sie von dem, auf das ihre Augen gerichtet sind. Ohne es zu wollen, spreizen sich ihre Schenkel, biegt sich ihr Rücken, kippt ihr Becken ihm entgegen. Ein feines Streichen, kaum wahrnehmbar, nicht mehr als ein Fingernagel, welcher die flaumigen Härchen sträubt, an den Außenseiten ihrer beider nackten Schenkel, lässt sie hörbar seufzen. Der Gedanke, während einer Theatervorstellung in einer zwar ansonsten leere Loge, aber doch in der Öffentlichkeit, von einem Mann gefickt zu werden, den sie noch nie gesehen hat, von dem sie nichts weiß, als dass er mit ihr spielt wie die Katze mit der Maus, kommt ihr absurd vor – und versetzt sie dennoch in höchste Erregung. Tu es, denkt sie, tu es! Fick mich! Jetzt!

Leises Rascheln, so als würde ein Kleidungsstück abgelegt werden. Sie spürt, wie sich ihre Schamlippen voneinander trennen, sich in Erwartung seines Eindringens nass und geschwollen von selbst öffnen. Auf der Bühne beginnt der nächste Akt des Stückes, von dem sie nichts mehr bekommt unter dem Fieber eines ganz anderen Aktes. Als er sich an sie presst und sie entgegen ihrer Hoffnung Stoff zwischen ihren Leibern fühlt, stöhnt sie enttäuscht auf. Er streicht ihr Haar zur Seite, haucht ihr einen behutsamen Kuss in den Nacken, während seine Fingerkuppen an ihren Oberarmen hinab streichen, ihre Hände erreichen, kurz dort verharren und dann ihre Finger um die Rundung der Balustrade biegen. Bitte!, flüstert sie. Ein weiterer Kuss in ihren Nacken lässt sie verstummen.

Er geht hinter ihr in die Knie. Warm und feucht streift sein Atem ihren Po. Ohne erkennbares Muster berühren seine Lippen, abwärts wandernd, ihre Backen. Und dann krampfen sich ihre Finger um das dunkle Holz des Balkons, beißt sie sich, einen Schrei unterdrückend, auf die Lippen. Seine Zungenspitze schlängelt sich zwischen ihre Schamlippen, umkreist suchend den Eingang ihrer sehnsüchtigen Öffnung, taucht schließlich zielstrebig in ihre aus ihr quellenden seidigen Creme. Den Kopf in den Nacken werfend, verlassen ihre blicklosen Augen das Bühnenbild. Gierige Wollust rast in pulsierenden Wellen durch ihren Unterleib. Noch weiter spreizt sie die Schenkel. Flatternd umspielt seine Zunge die zuckende Enge ihrer Möse, teilt ihre Schamlippen auf gesamter Länge, berührt ihren hervor strebenden Kitzler. Zart beißt er in ihre Schamlippen - und zieht sich mit einer letzten nassen Bahn durch ihren Pospalt zurück.

Sie lauscht noch dem Nachhall seines Zungenspiels, als er sich erneut gegen sie drängt. Noch bevor ihr bewusst wird, dass keinerlei Stoff länger ihre Leibern trennt, sondern nackte Haut zu nackter Haut findet, empfängt ihr erhitztes, gieriges Fleisch sein erregtes Geschlecht. Unangekündigt, übergangslos und ohne auf Widerstand zu stoßen, schiebt sich sein harter Schwanz Zentimeter für Zentimeter in ihre vor Lustsäften glitschige Grotte. Seine Händen finden Halt an ihren Hüften, während er sich unaufhaltsam immer tiefer in sie drängt, erst innehaltend, als die Kuppe seiner prallen Eichel gegen ihren Muttermund drückt. Als wäre er hinein gegossen, schmiegen sich die Wände ihrer Grotte eng um seinen Schaft. Nur auf das irrsinnige Pochen in ihrem Inneren konzentriert, den Ort, die Bühne, das Publikum vergessend, entfährt ihrem weit geöffneten Mund ein lautes, kehliges Stöhnen...

Bis hierher der Beitrag von Frau Purple.

Einige Zuschauer drehen ihre Köpfe um das Geräusch welches ihre Ohren erreichte zu erkunden. Das lustverzerrte Gesicht von ihr ist im schwachen Licht der Notbeleuchtung aber kaum zu erkennen. Die Loge selbst ist in Dunkelheit getaucht. Nach kurzer Zeit bereits widmen die aufmerksam gewordenen Zuschauer ihre gesamte Aufsamkeit wieder der Bühne zu.

Nach einigen Momenten, die Zeit genug bieten das sich ihr Atem beruhigt, faßt er sie sanft von hinten, zieht sie hoch, dreht ihren Kopf zu einem innigen Kuss, zieht sie weiter nach hinten in den Sessel. Als sie sitzt haucht er in ihr Ohr, nicht weglaufen ...
Kurz darauf erhellt sich die Raumbeleuchtung zur Pause. Sie schaut sich um und - ist allein in der Loge.

Dienstag, 4. Juli 2006

Schau-Spiel (1)

Es war ein auf den ersten Blick unscheinbarer Brief, der vor der Türe lag. Es war feines Papier. Unten rechts in der Ecke stand ein altdeutsch geschriebenes großes "H" geschrieben. Erst bei näherem Hinsehen erkannte sie, dass es wohl, wie ein Wasserzeichen, im Umschlag auf- oder eingedruckt war. Unwillkürlich riecht sie an dem Brief. Sie glaubt den Hauch eines herben interessanten Duftes wahrzunehmen. Auf der Rückseite fällt sofort das Siegel ins Auge. Im roten Siegellack eingedrückt, erscheint genau dasselbe "H" wie auf der Vorderseite.

Behutsam öffnet sie das Siegel, will es scheinbar nicht zerstören, nachdem sie zum Sekretär im Flur gehastet ist. Dieses behutsame Öffen, das sehr im Widerspruch zur vorherigen Hast steht, bedenkt sie nicht. Vorsichtig entnimmt sie dem Umschlag eine Theaterkarte. Ein Zeitgenosse wird gegeben, selbst wenn das Stück schon Jahrzehnte alt ist, klassisch modern, denkt Sie. Während sie überlegt ob sie mal ein Stück von Botho Strauß gesehen hat, dreht sie die Karte um und sieht auf der Rückseite die Aufforderung "Verfolgen Sie aufmerksam hauptsächlich das Stück - H." säuberlich handschriftlich geschrieben stehen. Das Wort hauptsächlich, welches bereits ihre Gedanken beschäftigt, ist unterstrichen. Warum unterstreicht er dieses Wort ? Ein Kribbeln macht sich in Ihrem Körper breit. Wann ? Wann ist das ? Oh jetzt am Freitag schon ? Jetzt erst fällt ihr die Platzbezeichnung auf. "Loge 1" steht auf der Karte. Noch nie hatte sie bei einem Theaterbesuch einen Logenplatz. Bereits eine Minute später hat sie Ihren beiden Freundinnen für Freitag abgesagt.

Sie zählte. Es sind sechs Sessel, oder Stuhlsessel, in der Loge. Sie war extra pünktlich angekommen. Nach einigem Überlegen ob sie warten sollte oder bereits die Loge aufsuchen, entschied sie sich für letzteres. Nun betrachtet sie die Sessel. Ein Stuhl steht in der Mitte vor der Balustrade, die anderen scheinen seitlich zusammengeschoben zu sein. Auf einem Kleinen Tischchen mit Lampe, welches ein gedimmtes Licht abgibt, stehen ein Sektkühler und zwei Gläser. Beide Gläser sind halb gefüllt und der Inhalt prickelt wie frisch eingeschenkt. Sie wählt ein Glas aus und kostet. Nach einigem Zögern, was auch immer in ihrem Kopf vorgeht, setzt sie sich auf den mittig plazierten Sessel. Die Atmosphäre beginnt zu wirken. Sie genießt die Aussicht auf den Innenraum von diesem erhöhten Platz aus. Langsam füllt sich das Schauspielhaus. Schauspielhaus. Sie läßt sich das Wort auf der Zunge zergehen und beginnt zu Lächeln. Schau-Spiel. Ein Spiel. Ja. Sie liebt Spiele. Schau ? Aus-Schau kommt ihr in den Sinn. Es dauert lange, bis sie merkt, dass ihre aufkommende Erregung nicht nur von der Situation, der Atmosphäre, dem Schluck Champagner und von Ihrer Phantasie herrührt, sondern der Sessel tatsächlich leichte, variierende Vibrationen in ihren Unterleib sendet. Gerade als Sie dieses näher untersuchen will, hört es auf.

Ja sicherlich bemerkt sie den leichten Lichtschein, der in die Loge dringt als die Tür geöffnet und wieder geschlossen wird, obwohl sie sich nichts anmerken lässt. "Schön das Sie meiner Einladung gefolgt sind" Genau mit dem Beginn seiner Worte, etwas lauter als geflüstert, setzen die Vibrationen des Sessels wieder ein, etwas stärker als vorher. Das Stück hat vor ein paar Minuten begonnen. In dem schwachen Lichtschein des abgedunkelten Raumes kann sie nur seine Konturen und groben Gesichtszüge erkennen, als er ihr das Glas reicht und mit ihr anstösst. Sofort verschwindet er wieder aus dem Blickfeld um sich hinter ihr ebenfalls auf einen Sessel zu setzen. Sie verfolgt das Stück. Zwischenmenschliche Themen. Ein weites Feld. Anspielungen fallen auf der Bühne, werden vergessen, plötzlich plötzlich durch gebrochene Dialoge, andere Themen scheinbar zusammenhanglos ersetzt, umkreist um schließlich wieder aufgenommen zu werden. Das Paar was sich zu kennen scheint, wie aus den immerlauter werdenden Dialogen ersichtlich, schreit sich schließlich an um, sich heftig küssend, einander in die Arme zu fallen. Genau in dem Moment wird sie sanft von hinten hochgezogen und scheinbar genauso heftig wie auf der Bühne, umarmt. Aufgrund der lauten Dialoge hat niemand, trotz gerade einen Moment lang fast bedrückenden Stille, niemand zu Loge aufgeschaut, als er laut quietschend den Sessel zur Seite schiebt. Im fast gleichen Rhythmus wie das Paar auf der Bühne, fahren seine Hände über Ihren Körper, berühren den Bauch, drücken sich auf ihren Hügel, wandern seitlich aufwärts, fassen ihre Brüste, streichen über den Hals, fahren hoch zu Ihrem Gesicht, verfangen sich in den Haaren und wandern wieder abwärts. Längst geht ihr Atem schneller. Längst mischt sich gedämpftes Stöhnen unter Ihre Atemgeräusche. In dem Moment in dem das wild knutschende Paar auf der Bühne knutschend durch eine Tür verschwindet, beugt er sie nach vorne, so dass sie sich mit den Armen auf der Balustrade abstützt. Im gleichem Moment hebt er ihr Kleid hoch und zieht ihr, ohne jegliches Zögern, den Slip herunter....

Montag, 19. Juni 2006

NeuGier (3)

Längst warst Du auf dem Weg. Schau Dich ruhig um, sagte er. Hier bin ich, an Deinem Ohr. Es wurde Dir bewußt, dass er Dich beobachteten mußte. Das war etwas unheimlich und prickelnd zugleich. Seine Wegbeschreibung war gut, Du konntest ihr problemlos folgen, trotz der Aufregung die sich Deiner bemächtigt hatte. Plötzlich fiel Dir etwas auf. Du hattest ihm Deine Handynummer gar nicht gegeben. Wie konnte er Dich anrufen ? Deine Aufregung stieg. Solltest Du überhaupt hinfahren ? Längst aber war Deine innerliche Spannung so groß, dass Du nicht mehr umkehren konntest; Du wolltest dorhin, etwas zog Dich an.
Den Wagen hattest Du längst geparkt um dem letzten Teil seiner Wegbeschreibung und damit dem Rest des Weges zu Fuß zu folgen. Auch hier stimmte es exakt. Du fandest problemlos den beschriebenen, etwas versteckten Ort. Auch die Bank, auf die Du Dich setzen solltest stand dort.
Himmel
Der Anblick überwältigte Dich. Weite. Diese Weite übertrug sich auf Dich. Innerlich weit fühlst Du Dich. Eine bestimmte Musik kommt Dir in den Kopf, ohne dass Du darüber nachgedacht hattest. Die Farbverläufe. Dieses dunkle Blau, so geheimnisvoll, das Glutrot, die Sinne ansprechend, bis hin zum hellen Gelb. Der Himmel schien einen Lustverlauf zu beschreiben.
Noch immer warst Du mit der Betrachtung des Himmels und Deinen Sinnen beschäftigt, als Du einfach spürtest, dass er hinter Dir steht. Schau Dich nicht um, flüsterte er. Präge Dir das Bild ein das Du siehst. Er ließ eine Weile verstreichen um Dir dann sanft aber bestimmt mit einem Seidentuch die Augen zu verbinden. Das Tuch fühlte sich weich und kalt an im ersten Moment, um sogleich die Temperatur Deines Körpers anzunehmen.
Zweifel oder gar Angst hattest Du nicht. Du spürtest nur die Spannung. Schau Dir das eingeprägte Bild vor Deinen Augen an. Streck Deine Arme rechts und links aus. Scheinbar gekonnt band er die Handgelenke Deiner ausgestreckten Arme, fest aber nicht zu fest, an die Rückenlehne der Bank.
Siehst Du das Bild ? Schau Dir das tiefe Blau an. Zeitgleich spürtest Du ganz leichte Berührungen an verschiedenen Stellen Deines Körpers. Waren es seine Finger ? Konnten Finger so sanft sein ? War es eine Feder ? Schauer durchlaufen Deinen Körper.
Dann eine Berührung in Deinem Nacken. Die Haare wurden weggeschoben. Was war das ? Sein Mund ? Seine Lippen ? Wie wenn er Deine stumme Frage erraten hätte, sagt er leise und sanft, stell Dir vor es ist das samtweiche Ende eines heißen und harten Stabes, an der Spitze etwas feucht. Die Berührung verschwand, Du spürstest die Feuchtigkeit, durch den leichten lauen Abendwind, die die Berührung hinterlassen hatte. Leise stöhnst Du auf. Erregend dieses Bild.
In weiterer Erwartung, Spannung, spürst Du, wie die Erregung längst Dein Lustzentrum erreicht hat, pulsiert.
Nach einer winzigen Pause, die Dir so lange vorkam, beginnen etwas forderndere Berührungen, überall am Köper, so dass Du nicht vorausahnen konntest, welche Stelle als nächtes berührt wird. Auch die Intensität wechselt. Deine Erregung nimmt immer weiter zu. Dein Lustzentrum schreit in Dir. Siehst Du das Bild ? Siehst Du die Rottöne ? Bei dieser Frage stöhnst Du laut auf, weil er im gleichen Moment Deine Nippel zwickt. Wieder eine kurze Pause.
Dann mit einem großen Ruck, wird Deine Kleid aufgerissen, von oben bis unten. Ganz plötzlich hast Du das Bild vor Augen, das Bild wie Du nackt auf einer Bank sitzt, vom Sonnenuntergang beleuchtet, einem Teil Deiner Sinne beraubt, seinen Blicken preisgegeben. Mit dem neuerlichen Luftzug über Deine nun nackte Haut, spürst Du die Erregung immer deutlicher. Es kommt Dir vor, als würde nur noch eine Berührung fehlen. Spreiz Deine Beine, sagt er mit ruhiger Stimme, einer Stimme, deren Tonfall so ganz im Gegensatz zu Deiner Erregung steht und Dich noch weiter anmacht. Genau in dem Moment in dem Du Deine Beine spreizt, spürst Du, spürst das Lecken, ansatzlos leckt er durch Deinen Spalt, ansatzlos bemächtigt er sich Deines Lustzentrums, ... das helle Gelb, schiesst es Dir durch den Kopf, bevor Dein Denken aussetzt ...

Freitag, 16. Juni 2006

NeuGier (2)

Seine warme Stimme flüstert hinter Dir: Schließ die Augen. Ganz fest. Spüre. Wieder der sanfte Luftzug. Er sieht die unwillkürliche Bewegung Deines Körpers. Er beobachtet Deine Atmung. Du weißt nicht was passiert. Du weißt nicht, wer es ist, der hinter Dir steht. Sicher, ihr habt Mails getauscht, du kennst "technische Daten" und - ja - , sein Schreiben hat Dich angeregt. Er hat Dir Lust geschrieben. Er hat Dein Lustzentrum getroffen. Ja. Immer noch passiert gar nichts. Jetzt hörst Du sein Seufzen, ein tiefes Seufzen. Es gefällt Dir. Ohne das Du es willst beschleunigt sich Dein Atem. Plötzlich ein sanfte Berührung am Hals, leicht, und erregend, wie durch eine Feder. Dann wieder Pause. Auf einmal eine Berührung an Deiner rechten Po-Backe. Nur kurz. Direkt darauf streift etwas Deinen Rücken. Du spürst eine Gänsehaut, nein, nicht vor Kälte. Die Berührungen werden häufiger, aber ohne erkennbares System. Mal hier, mal am Hals, mal am Rücken, mal am Po, mal soeben, mal fester, mal am Bein.
Jetzt wandert eine sanfte Berührung Deinen Innenschenkel hinauf. Eine handbreit vor der Stelle, an der sich Deine Schenkel treffen, hört sie auf, verschwindet einfach. Du hattest gar nicht gemerkt, dass Du leicht Deine Beine gespreizt hattest. Jetzt, wie aus heiterem Himmel, durchfährt Dich ein warmer Strom, ausgehend von Deinem Nacken. Du stöhnst leise auf. Das kann nur ein Kuss sein denkst Du, erst nach einem Moment, da Du spontan nichts denken konntest. Noch während seine Lippen sanft die weiche Haut Deines Nackens küssen, berührt er kurz mit seinem ganzen Körper Deinen Rücken, der Länge nach. Lass Deine augen geschlossen, haucht seine Stimme sanft in Dein Ohr. Mit seinen Händen umfährt er Deinen Kopf, streift sanft, berühre Dich mit den Fingerspitzen. Ganz zärtlich taste seine Fingerspitzen Dein Gesicht ab. Dein Atem beschleunigt sich wieder. Lass Deine Augen geschlossen. Seine Finger fahren an Deinen Wangen hinunter und Deinen Hals entlang, streifen wie zufällig Deine Brüste und wandern weiter, über Deinen Bauch, streifen Deinen Hügel, drücken kurz ...
Du stöhnst verhalten ... - UND - sind verschwunden.
Eine Weile wartest Du bewegungslos, erwartest die nächste Berührung. Nichts geschieht. Soll ich, soll ich nicht, fragst Du Dich. In einem plötzlichen Entschluß drehst Du Dich um, voll Spannung, - nichts - niemand ist da. Während Du an Deinen Wahrnehmungen zu zweifeln beginnst klingelt Dein Handy. Ja ? Sagst Du etwas zu hastig, nachdem du es aus Deiner Tasche gekramt hast. Ich bin hier, antwortet seine Stimme. Unwillkürlich schaust Du Dich um. ...
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Miststueck1979 - 7. Mrz, 13:40

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